INTEGRATIVES KREATIV CAFE

ProjektBeginn: 01.06.2022

Vielzahl der Menschen sind zum einen von psychischen Erkrankungen und Beeinträchtigungen betroffen
und zum anderen sind bedarfsgerechte Angebote in Hildesheim schwer zu finden. So gibt es zwar Projekte
zur Unterstützung von psychisch Erkrankten sowie Menschen mit psychischen/physischen Beeinträchtigungen,
dennoch fehlt es in diesem Bereich oft an interkultureller Kompetenz und bestehende Barrieren hindern insbesondere
Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte daran an Angeboten teilzuhaben. Aus diesem Grund wurde das
Projekt "Integratives Kreativ-Café" konzipiert, welches versucht auf die genannten Aspekte Rücksicht zu nehmen.
Die Schwierigkeiten in Bezug auf den Zugang zu Hilfsangeboten haben sich in diversen Gesprächen herauskristallisiert:
Psychisch erkrankte/beeinträchtigte junge Menschen (von 18 bis 27 Jahren) mit Migrations- oder Fluchtgeschichte
begegnen u.a. durch fehlende Orientierung bzgl. des Gesundheitssystems, Beratungs- und Hilfsangeboten, durch
sprachliche Probleme oder kulturspezifische Schamgefühle enormen Herausforderungen bei der Suche nach professioneller
Hilfe. Weiterhin können psychische Erkrankungen die gesellschaftliche Teilhabe massiv einschränken, das Sozialleben
negativ beeinflussen und die Teilhabe an Schule/Ausbildung/Arbeit erschweren. Mit dem Projekt versuchen wir ein
niedrigschwelliges Angebot, insbesondere für Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte (mit psychischer
Erkrankung oder Beeinträchtigung) anzubieten, welches sowohl die Möglichkeit bietet Kunsttechniken zu erlernen, sich
gegenseitig auszutauschen und professionelle Hilfe zu vermitteln. Dabei sollen Barrieren abgebaut werden, indem
kunsttherapeutische Maßnahmen für die Teilnehmenden angeboten werden. Das Kreativ-Café bietet den Teilnehmenden,
neben dem künstlerischen Ausdruck von Emotionen und Gefühlen, die Möglichkeit sich über Hilfsangebote und Erfahrungen
auszutauschen. Da psychische Erkrankungen noch mit Stigmata behaftet sind, bieten Ausstellungen, die im Rahmen des
Projektes stattfinden sollen, die Möglichkeit diese sichtbar zu machen und Stigmatisierung entgegenzuwirken.